Einführung

Eine Kündigung und der entstehende Arbeitsplatzverlust stellt einen gravierenden Einschnitt in das Leben der Betroffenen und deren Familien dar.
Insbesondere, wenn dies ohne Vorwarnung und für einen selbst ohne erkennbaren Anlass geschieht.

Wenn durch den Wegfall des Arbeitsentgeltes dann auch Verbindlichkeiten nicht mehr beglichen werden können oder weitere Personen von dem Einkommen abhängig sind, ist es oft notwendig gegen die Kündigung vorzugehen.

Es wird grundsätzlich zwischen einer Eigenkündigung (der Arbeitnehmer kündigt) und der Fremdkündigung (Kündigung durch den Arbeitgeber) unterschieden.

Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Übersicht über die Voraussetzungen an eine Fremdkündigung. Jede Kündigung ist jedoch etwas anders gelagert, sodass immer zu raten ist sich an einen Rechtsanwalt zu wenden um Ihren individuellen Fall zu besprechen.

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Bildquelle: Goumbik auf Pixabay

Stand: 10.08.2020

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Anforderungen an eine Kündigung

Eine Kündigung muss nur von einer Vertragspartei erklärt werden. Im Gegensatz zur Aufnahme des Arbeitsverhältnisses, bei dem beide Parteien dem Arbeitsvertrag zustimmen müssen, reicht es bei einer Kündigung aus, dass diese nur eine Partei erklärt.

Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen! Eine mündlich erklärte Kündigung reicht nicht aus. Zudem muss diese von der richtigen Person erklärt werden. Wenn dies der Arbeitgeber selbst macht, ist dies kein Problem. Falls die Kündigung durch eine andere Person erfolgt, z.B. Vorarbeiter, Personalchef oder Abteilungsleiter hat dieser eine Vertretungsvollmacht vorzulegen, wenn nicht bekannt ist, dass eine solche besteht.

Die Kündigungsfrist muss eingehalten werden! Die Kündigungsfrist bemisst sich grundsätzlich nach den gesetzlichen Regelungen in § 622 BGB. Daneben gibt es auch individuell im Arbeitsvertrag geregelte Fristen oder tarifvertragliche Vereinbarungen. Dies gilt nicht bei außerordentlichen Kündigungen.

Die Kündigung muss wirksam zugehen! Die Kündigung muss dem Arbeitnehmer zugehen und dieser muss diese zumindest theoretisch wahrnehmen können. Die Kündigungsfrist beginnt erst, wenn die Kündigung zugegangen ist. Hier entstehen sehr oft Möglichkeiten sich gegen diese zu wehren.

Es muss ein Kündigungsgrund vorgelegen haben! Gründe können betriebsbedingt, personenbedingt oder verhaltensbedingt vorliegen. Bei einer fristlosen Kündigung, müssen die Gründe mitgeteilt werden, bei einer ordentlichen nicht.

Weitere Anforderungen hängen vom Einzelfall ab:
Gibt es einen Betriebsrat? Besteht eine Probezeit? Besteht ein Sonderkündigungsschutz? Wurden zusätzliche betriebliche oder tarifvertragliche Vereinbarungen getroffen?

Wie kann ein Anwalt Ihnen helfen?

Nach einer Kündigung haben Sie nur wenige Wochen Zeit sich gegen diese zu wehren. Oftmals wurde die Kündigung nicht ordentlich zugestellt oder die Frist wurde nicht eingehalten. Daneben haben viele Betriebe Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen, welche besondere Anforderungen an die Fremdkündigung stellen. Ob diese Eingehalten wurden, lässt sich nicht immer so einfach feststellen und bedarf einer ordentlichen Prüfung.

Sie sollten sich daher zeitnah nach dem Erhalt der Kündigung an einen Rechtsanwalt wenden, um ihre Kündigung zu prüfen.

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